Mein 君の名は。: eine kleine Kurzgeschichte

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Mitsuha, eine Oberschülerin aus der Provinz, träumt manchmal einen seltsamen Traum. Sie sei ein Oberschüler namens Taki, der in Tokyo lebt, aber was sollen die merkwürdigen Reaktionen ihrer Mitmenschen am nächsten Tag? Passiert das Ganze etwa wirklich und dieser Junge steckt seinerseits in ihren Körper, während sie in seinem steckt? Eine atemberaubende Geschichte durch Raum und Zeit beginnt.

Ich glaube, in den letzten Tagen und Wochen dürfte es wohl an niemanden vorbei gegangen sein, dass der erfolgreichste Animefilm, der je in den japanischen Kinos lief, nun auch seinen Weg nach Deutschland gefunden hat. Die Rede ist natürlich von Your name., einem Film, auf den ich persönlich schon 2 Jahregewartet hatte, nachdem ich diesen Preview zum Jahreswechsel 2015/16 gefunden hatte. Als der Film dann in Japan anlief und einfach durch die Decke ging, war bei mir persönlich der Hype real.

In dieser Review soll es aber nicht nur um den Film gehen, sondern auch um den gleichnamigen Roman und die Mangaadaption.                                                                       Der Film hat eine Laufzeit von 107 min, wurde vom Studio CoMix Wave Films animiert und hierzulande von Universumanime lizensiert. Der Regisseur und Drehbuchautor ist Makoto Shinkai, ein Name, den die meisten von euch vielleicht von Werken wie 5 Cenitmeters per Second oder The Garden of Words kennen.                                                   Er ist aber auch der Autor vom gleichnamigen Roman zum Film, der von Claudia Peter ins Deutsche übersetzt wurde und wie die Mangas bei Egmont in Deutschland erschien. Der Manga zählt 3 Bände und wurde von Ranmaru Kotone gezeichnet, die einige vielleicht von Blood-C kennen.

Bis zu meinem Kinobesuch hatte ich nur ein paar Trailer auf Japanisch gesehen und wusste irgendwoher, dass es um Geschlechtertausch ging, da war ich mir aber selbst nicht mehr sicher. Ich wusste nicht einmal die Namen unserer beiden Hauptcharakter.    Mitsuha, ein junges Mädchen, das mitten auf dem Land lebt und bis auf ihre Verpflichtungen im von der Familie geführten Schrein und den alltäglichen Schulunterricht keine besonderen Verpflichtungen hat. Doch das Problem ist, das zu allem Überfluss ihr Vater auch noch Bürgermeister ihres kleinen Heimatortes ist, wodurch sie natürlich auch ungewollt im Rampenlicht der Gemeinde steht.                         Taki, ein viel beschäftigter junger Mann aus Tokyo, der früh zur Schule geht und dann abends noch als Kellner in einem schicken Restaurant arbeitet, wenn er nicht gerade mit seinen Freunden ein Cafe nach dem anderen besucht. Diese beiden Menschen werden nun in das Leben des jeweils anderen geworfen. Chaos vorprogrammiert, oder? Ja, auch wenn sie sich erstaunlich schnell daran gewöhnen. Nach und nach beginnen sich die zwei dann auch kennen zu lernen, eine Antwort warum sie tauschen gibt es aber erst nicht. Darüber hinaus gibt es natürlich noch weitere Charaktere, wie die leicht zu verunsichernde und schüchterne Sayaka, den Okkutismussfreak Teshi oder die super hübsche und angaschierte Fräulein Okudera und und und.                                                   Die Charaktere machen die Geschichte aber nicht allein aus, sondern es ist viel mehr die Kombination aus dem Körpertausch von Taki und Mitsuha und der Aspekt der Zeit.

Womit mich bereits die ersten Previews schon begeistern konnten, ist definitiv die Bildqualität, alles, wirklich alles, ist absolut detailliert gezeichnet und die Farben sind einfach ein Traum. Ein Genuss ist auch die Arbeit mit der Lichtstimmung und der Tiefenunschärfe, wie zum Beispiel bei den Bewegung der Wolken, die absolut realistisch dargestellt sind und den Anschein eines realen Films vermitteln. Bei Makoto Shinkai als Regisseur ist dies aber kein Wunder, wenn man seine vergangenen Werke kennt. Ich gehe hier sogar so weit zu sagen, dass ich vielleicht für meine Youtube Geschichten, einige Einstellungen nachfilmen werde, ganz einfach, weil diese so realistisch dargestellt sind.                                                                                                                                                       Der Soundtrack stammt von der japanischen Band RADWIMPS und liegt mir auch im Ohr während ich den Text hier schreibe. Er passt perfekt zu den jeweiligen Szenen und unterstreicht nochmal die gesamte Stimmung.

Ich habe aber nicht nur den Film gesehen, sondern ich lese auch den Roman, den ich bisher nur empfehlen kann. Man bekommt hier noch ein paar kleinere Details mehr mit, die beim schauen des Films etwas untergehen, einfach weil man sie nicht so wahrnimmt. Die Übersetzung ist auch mehr als gelungen und Rechtschreibfehler habe ich bisher noch keine gefunden, ich bin aber auch noch nicht ganz durch. Das einzige Problem, was ich habe, dass alle immer sagen, dass der Roman nur eine Adaption vom Film sei, dabei ist er in Japan sogar über 2 Monate vor dem Kinostart des Filmes in den Handel gekommen.

Der Manga hingen ist eine Adaption und was einem direkt auffällt, ist der doch recht anders wirkende Zeichenstil, nicht nur im Bezug zum Anime. Das erst was zunächst auffällt, wenn man die Zeichnungen von  Ranmaru Kotone ansieht ist, dass keinerlei klassischen Rasterfolien entdecken werden können. Diese wurden ersetzt durch verschieden Grau- und Schwarztöne, die den Bildern einen ziemlich interessanten Look geben. Auch ist alles wie in der Vorlage sehr detailliert dargestellt und so ziemlich alle wichtigen Szenen wurden übernommen. Was den Manga für mich zu einer würdige Adaption des Originalwerkes macht.

Ich habe bisher sehr viel Positives zu Your name. geschrieben, aber etwas war komisch. Ich bin möglichst allen Spoilern aus dem Weg gegangen und habe mich tierisch gefreut auf den Film, weil ich einfach wollte, dass er mich von Grund auf begeistert. Ich hatte sogar den Roman und den ersten Band des Mangas, nach dem Kauf im September ein Vierteljahr lang liegen lassen wegen dem Film. Schlussendlich hat der Film mich dann auch begeistert und meine Erwartung erfüllt, aber mehr auch nicht. Dadurch hatte ich nach all der Zeit, die ich mich auf den Film gefreut hatte, danach so ein Gefühl der Leere in mir und war auch ein wenig enttäuscht, dass ich nicht komplett überwältigt wurde. So ist das wahrscheinlich mit solchen Titeln, schreibt mir mal in die Kommentare ob es euch auch so ging. Dieses Gefühl verschwand allerdings recht schnell als ich mit Manga und Roman angefangen habe und mir den Soundtrack geholt hatte.

Kommen wir nun zum Schlusswort, Makoto Shinkai hat mit diesem Werk definitiv ein Meisterwerk abgeliefert, was ja nicht umsonst mehrere Preise und Rekorde aufgestellt bzw. bekommen hat, aber so groß wie der Erfolg war, so groß waren auch die Erwartungen. Manch einen von euch mag es da wie mir gehen, manch einer war da ganz unvoreingenommen und wurde vollkommen überwältigt, aber andere wurden bestimmt auch enttäuscht. Ich persönlich muss für mich jetzt festhalten, dass mich der Roman einfach vom Medium her, mehr begeistert hat. Das liegt für mich einfach in der Art wie ich die Story in diesem Medium erlebe und ich einfach damit nicht gerechnet habe.

Vielen Dank für´s Lesen