Die Connichi 2017

 

Vom 22.-24.09.2017 rief der Verein Animexx e.V. wieder zahlreiche Anime und Manga Fans nach Kassel zur Connichi. Darunter auch mich, allerdings gestaltete sich schon das bloße dabei sein für mich als sehr schwierig heraus. Da bereits im Februar alle Tickets für Samstag ausverkauft waren, also auch die Freitag/Samstag, die Samstag/Sonntag und die 3 Tagestickets. Nun stellte sich für mich die Frage, was machst du? Ich habe mir dann dummerweise ein Freitag Ticket direkt gekauft, was eigentlich völlig überflüssig war. Da sich im Nachhinein ein 3 Tagesticket zu besorgen via eBay oder Twitter einfacher gewesen wäre, als ein Samstag/Sonntag Ticket. Nachdem das alles geklärt wurde, ging es nun am Donnerstag dem 21.09. los nach Kassel. Die Zugfahrt verlief recht unspektakulär und sogar recht pünktlich, auch wenn ich beim umstieg in Göttingen einmal rennen musste. Sehr viel interessanter und merkwürdiger hingegen gestaltete sich das Einchecken in der Unterkunft, oder auch Absteige wie ich sie öfter mal genannt habe. Nachdem ich an der Adresse, die im Internet angegeben war ankam. Die wirklich nicht einfach zu finden war. Sie befand sich in einem Hinterhof in einer nicht gerade sehr schönen Ecke Kassels. Ich wunderte mich erst mal, dass ich in eine Privatwohnung gebeten wurde. Nachdem Schlüssel übergeben war und mir die Unterkunft gezeigt wurde (Ein 8 Betten Schlafsaal im Internet standen 4) richtete ich mich häuslich ein. Als ich dann in die Stadt gehen wollte, kam mir der Chef entgegen und sagte „Die Nacht kannst du hier schlafen, dann musst du umziehen“. Ich fragte dann, ob ich nicht gleich dahin könne. Nachdem ich eine positive Antwort erhalten hatte, wurde ich mit einer Wegbeschreibung und Telefonnummer ausgestattet. Dann packte ich meine Sachen wieder ein und begab mich in Richtung Innenstadt. Als ich an der neuen Location ankam, musste ich erst mal eine ganze Weile warten, bis ich in die neue Unterkunft einziehen konnte. Diesmal mit den angegeben 4 Betten, allerdings musste ich mir das Bad zeitweise mit 9 Personen teilen, was eher weniger rosig war. Die Meisten davon waren aber Connichi Besucher. WLAN war aber leider Mangelware in der Unterkunft, trotz entsprechender Angaben im Internet. Nachdem das alles geklärt war, machte ich mich auf in die Stadt. Meine Planung im Vorfeld war allerdings wieder hervorragend und so wusste ich weder die genauen Öffnungszeiten, noch wo die Connichi in Kassel stattfand. Ohne WLAN und mit schlechten Handyempfang musste ich mir was einfallen lassen. Das was ich gemacht habe, war einfach in den nächsten Saturn gehen und an einem der dort ausgestellten Handys mir die nötigen Informationen zu besorgen. Danach begab ich mich schon mal zu Erkundungszwecken zum Kongresspalais, in dem die ganze Veranstaltung stattfinden würde. Ich hatte währenddessen schon immer mal wieder mit einer guten Freundin geschrieben und wie der Zufall es so wollte, kam sie ich und noch eine zweite Freundin auf dieselbe Idee. Anschließend zogen wir noch gemeinsam durch Kassel und freuten uns darüber uns endlich mal wieder zu sehen. Eigentlich könnte ich hier noch eine ganze Menge weitere kleiner Anekdoten mit einfließen lassen, aber ich glaube dass das schon leicht den Rahmen eines Conberichtes sprengt. ^^´´

Nun kommen wir zum ersten Tag der Connichi. Ich war an dem Tag schon recht früh unterwegs, aufgrund meiner Unterkunft. Nach einem Frühstück beim Bäcker, traf ich mich schon wieder mit den zwei oben genannten Freundinnen und der Tag begann quasi ähnlich wie der Gestrige aufgehört hatte. So gegen 11 Uhr machten wir uns auf dem Weg zur Con. Ab kurz vor 12 stand ich dann, als einer der Ersten, in der Schlange am Haupteingang und verbrachte die zeit mit Blogs lesen und etwas Socialmedia. Ab 14 uhr öffneten sich dann die Türen und wir konnten rein. Als erstes stützte ich mich auf das Mangaangebot der zahlreich vertretenen Manga- und Animepublisher. Diese hatten natürlich, wie auf den meisten großen Con´s mittlerweile üblich, zahlreiche Neuheiten dabei und teilweise 14 Tage vor Release. Aber eine Con besteht nicht nur aus Shoppen, es gibt auch eine Menge sehr interessanter Showacts, Panels und Vorträge. So begab ich mich als erstes zur Connichicouch. Diese kann man in etwa mit einer Talkshow aus dem Fernsehen vergleichen, nur dass es halt via Twitch live übertragen wird und die Thematik sich über Anime und Manga dreht. Dort schaute ich mir den Beitrag „Als Helfer auf der Connichi“ an. Bei dem sich drei Helfer vorstellten, über ihre Arbeit berichteten, wie sie dazu gekommen sind, wie das alles abläuft mit der Organisation und wie man auch selbst Helfer werden kann. Den Rest des Tages verbrachte ich mit ein paar Freuden, die ich nach und nach getroffen habe und auch ein paar neue, die ich erst auf der Connichi kennengelernt habe. Besonders zu erwähnen sei aber noch der Punkt, dass ich zusammen mit drei anderen baden war… ja baden, aber nicht im Wasser sondern im Bällebad. Dass war bestimmt das erste Mal seit 15 Jahren, dass ich in einem war. XD Zum Abschluss des Tages, gab es dann noch ein Feuerwerk im Innenhof zu bestaunen. Anschließend begab ich mich nur noch in meine Unterkunft.

Danach folgt Tag zwei der Messe, dieses Mal allerdings mit einer kleinen Änderung im Ablauf. Ich traf mich wieder mit meinen zwei Freundinnen vorm Haupteingang. Mir wurde von ihnen geraten mich gleich vor dem Bring and Buy Zelt anzustellen, weil ich da schon am Freitag rein wollte, mich aber nicht in der Schlange anstellen wollte. Zur kurzen Erklärung, im Bring and Buy kann man sein Otaku/Nerd Stuff, den man nicht mehr braucht vorbei bringen und die Helfer vor Ort verkaufen das für einen. Nach der Con kann man sich das Geld und/oder was nicht verkauft wurde wieder abholen. In der Schlange hatte ich auch sehr gute und lustige Gespräche mit einigen anderen Schnäppchenjägern. Nebenher lotste ich auch den Rest der Connichitruppe zum Bring and Buy. Weiter passierte nichts spannendes dort und so begaben wir uns nach einigen Umwegen zum ersten Programmpunkt des Tages. Dieser war der letzten Auftritt von Ongaku no kara. Kurz OnK wie sie sich auch nennen, ist eine Band/Comedy/Parodie Truppe die eigene Songs rund um Manga, Anime und Gaming machen. Ich persönlich habe sie erst dieses Jahr auf der Dokomi das erste Mal gesehen. Das zweite Mal eben hier, aber ich fand ihren Auftritt persönlich sehr gut. Leider Gottes war es ihr letzter Auftritt, oder vielleicht auch nicht? Ich hoffe es einfach, denn ihre Performance auf der Bühne, die Songs so wie die ganze Atmosphäre in der Halle waren einfach super. Kleiner Funfact am Rande, seit dem Auftritt frag ich mich wie schnell man sich eigentlich umziehen kann. Denn die Frauen in der Gruppe haben sich gefühlt 100 mal umgezogen während des Auftritts. Anschließend zog ich etwas alleine über das Gelände, bis ich dann irgendwann bei der Zeichnerallee hängen blieb. Ich kann nur jedem empfehlen dort mal vorbei zu schauen und die ganzen talentierten Künstler zu unterstützen. Man bekommt dort teilweise echt kleine Meisterwerke geboten. Die noch etwas unter dem Radar der großen Publisher laufen und von den ganzen Zeichnern selbst verlegt wurden.         Irgendwann lief ich dann doch meinen Freunden wieder über den Weg und es ging dann zum zweiten großen Programmpunkt des Tages. Dieser war der Poetry Slam, was ist das fragt ihr euch bestimmt und keine Angst das habe ich mich auch am Anfang. Es ist aber ganz einfach, die Teilnehmer schreiben ein Text und dürfen ihn dann 5min (in unserem Fall) vortragen. Damit versuchen sie dann möglichst viel Eindruck beim Publikum zu hinterlassen. Es gab schon eine ganze Menge witziger Texte zu hören und auch zwei meiner Freunde nahmen daran teil mit zwei sehr schönen Texten. Abgestimmt wurde, in dem man Zettel bekam, mit Nummer drauf und jeder Teilnehmer wurde einer zugeteilt. Am Ende riss man den Zettel einfach da durch, wo die Nummer des Favoriten stand.       Da das Ganze etwas länger dauerte, mussten wir uns beeilen, um zu Punkt drei der Tagesordnung zu kommen. Denn meine Freunde waren auch noch auf der Connichicouch dabei. Um sie mal zu erwähnen, es handelte sich um das Team von House of Animanga und Jimoku. In der einstündigen Talkrunde, ging es um die Tops und Flops der Anime Sommersaison 2017, was ich mir wahrscheinlich nicht angesehen hätte wenn ich die Teilnehmer nicht persönlich kennen würde. Bei der ganzen Sache gab es nur einen Haken, der Raum war recht klein und ziemlich voll. Aufgrund des Streams mussten die Fenster geschlossen bleiben. So wurde das Klima im Raum recht schnell subtropisch und alle Beteiligten waren froh nachdem die Stunde rum war, denn man hatte es kaum noch ausgehalten. Im Anschluss ging es nur noch mit allen Leuten die ich kannte und auch noch ein paar mehr gemeinsam Essen.

Der letzte Tag begann genau wie der Gestrige. Dumm quatschen mit den selben Leuten in der Schlange und dann wieder etwas Zeit im Bring and Buy. Ich bin anschließend eine Weile alleine umher gezogen. Um 12:00 Uhr ging es dann wieder zur Connichicouch zu dem Programmpunkt: Anime-Streaming in Deutschland: Eine Bestandsaufnahme. Bei der neben den Chefs von Crunchyroll und Peppermint Anime auch wieder das Team von Jimoku mit dabei waren. Im Anschluss liefen wir gemeinsam über die Messe. Dabei konnte ich den Bloggern, mit denen ich unterwegs war, ein wenig über die Schulter schauen. Zum Abschluss ging es in den Festsaal, wo wir uns noch das halbe Konzert von Chii Sakurabi ansahen und dann folgte ab 17:00 Uhr die Abschlussveranstaltung mit einer Menge Danksagungen und Verabschiedungen. Es ging für mich und die anderen dann erst mal vor die Halle, dort verabschiedete man sich. Ich passte dann noch ein paar andere Freund ab und verabschiedete diese ebenfalls. Dass war dann auch der Abschluss einer sehr guten Veranstaltung, ich freue mich schon auf nächstes Jahr.

Hier habe ich noch ein paar Links zu den Seiten von meinen Freunden die auch Artikel zur Connichi geschrieben haben oder noch werden noch einmal einzeln: 

http://www.houseofanimanga.de/                                    https://jimoku.de/newsticker/jimoku-auf-der-connichi-2017/                  http://anihabara.de/