#MangaReview: Lion and Bride

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Um mal kurz ein paar Eckdaten zu sagen: Abgeschlossen in drei Bänden in Japan von 2014 bis 2016 gelaufen und in Deutschland ist gerade Band 1 erschienen beim Tokyopop Verlag. Die Zeichnungen und auch die Story stammen von Mika Sakurano, die manch einer von euch vielleicht von der ebenfalls auf Deutsch erschienen Reihe Be my Slave  kennen könnte.

Aber um was geht es denn, fragt sich der ein oder Andere bestimmt. Es geht um die Oberschülerin Yua deren Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Sie hat schon länger eine heimliche Beziehung mit ihrem Lehrer Ryota. Als nun auch noch ihre Oma stirbt, bei der sie bisher gelebt hat, macht ihr Ryota einen Heiratsantrag. Schlussendlich nimmt sie den Antrag an. Was sie aber nicht weiß, Ryota hat schon einen Sohn aus früher Ehe! Dieser Sohn ist auch noch ihr verhasster Klassenkamerad Subaru.

Zu der Story kann ich nur sagen, dass die erste Hälfte auf mich sehr schnell und gehetzt wirkte. Man hat leider wenig von den Charakteren mitbekommen, sie wirkten sehr flach und plakativ. Es war, als würde man einen Manga mittendrin beim 8 Band anfangen. Erst in der zweiten Hälfte hat es sich etwas gebessert und man bekam langsam ein paar Informationen.                                                                                                                                 Aber nun zu den Charakteren im einzelnen: Yua ist ein sehr selbstständiges Mädchen, das auch gut alleine zurecht kommen würde, aber doch recht schnell einsam wird. In einigen Szenen der ersten Hälfte kam sie wie eine klassische Hausfrau rüber, so Klischeehaft wie aus den 50er jahren. Nun kommen wir zu Ryota. Er ist Lehrer an Yuas Oberschule, liebenswert und fürsorglich. Er hat eine gewisse Lebenserfahrung und ist natürlich deutlich älter als die anderen beiden. Sein Sohn aus erster Ehe, Subaru, ist hingegen ein etwas unterkühlter Charakter. Er wirkt anfangs sehr abweisend und scheut sich auch nicht seine Meinung zu sagen. Allerdings zeigt er später auch noch andere Seiten von sich, auf die ich aus Spoilergründen nicht näher eingehen will. Man kann aber sagen, dass er auf mich wie eine Tsundere wirkt, mal sehen, wie sich das noch entwickelt.

Nun zu den Zeichnungen: Mika Sakurano pflegt hier einen sehr einfachen Zeichenstil ohne besondere Charakteristika, weshalb ich auch erst beim Schreiben dieser Review darauf gekommen bin, das ich ja im Vormonat den Abschlussband ihrer letzten in Deutschland erschienen Reihe gelesen habe. Man bekommt aber einen guten Lesefluss hin und fühlt sich selten verloren bei der Positionierung der Textpannels und Sprechblasen. Leider muss ich sagen, dass man auch hier nur auf dem Cover Farbe bekommt, denn im Inneren sind alle Farbseiten leider ergraut.